Stellt euch hinter eine leicht geöffnete Tür, während ein Spiegel im Hintergrund euch noch einmal aufnimmt. Einer schaut durch den Spalt, der andere reagiert im Spiegelbild. Diese Doppelung erzählt Nähe und Distanz zugleich, komponiert Tiefe und lädt Betrachter zum Entdecken ein.
Wenn Fläche fehlt, arbeitet mit Höhen. Einer sitzt am Boden, lehnt am Sofa, der andere steht dahinter und beugt sich herab. Verschiedene Augenhöhen bauen Dialog auf, Körperlinien kreuzen sich weich. Kleine Gewichtsverlagerungen schaffen Dynamik, ohne Bewegungslaufwege zu benötigen.
Positioniert Pflanzen, Bücher oder Vorhänge dicht vor die Linse, sodass weiche Farbflecken entstehen. Zwei Gesichter tauchen zwischen Formen auf, berühren sich fast. Diese Unschärfe gibt Privatsphäre, lenkt den Blick, macht den Kuss erwartbar. Wenig Raum, viel Atmosphäre, neugierige Augen bleiben.





